Daniel Norgren (SWE)

Natürlich muss auch zum 10jährigen Jubiläum wenigstens ein langjähriger Bronkow-Wunschkünstler anwesend sein. Daniel Norgren ist ein wunderbar zauseliger Eremit, der als Jugendlicher über eine halb-kaputte Gitarre zum Blues fand, die sein Vater für ihn aus einer Mülltonne gefischt hat, und der dem Vernehmen nach die meiste Zeit über tief in den schwedischen Wäldern haust. Jemand hat seine Musik mal als „ein alter Truck mit Keuchhusten“ beschrieben und auch seine fantastische Live-Band passt großartig in dieses Bild. Sein neues Album „Wooh Dang“ – das erste, das auch weltweit erscheint - hat Norgren in einem alten Bauernhaus aus dem 19. Jahrhundert live auf Bandmaschine aufgenommen. „Norgren incorporates blues, folk, country and psych rock into his quietly profound songs, and Wooh Dang plays like secular worship music, or maybe animist gospel” (Pitchfork). Old-timey Blues, herrlich atmosphärische, leise Ambient-Skizzen, vor allem aber 70ies Folkrock - so beseelt und analog, dass man sich die Hände daran wärmen kann.