Das Paradies (D)

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Florian Sievers, den man vermutlich von Talking To Turtles kennt und höchstwahrscheinlich liebt, ist letztes Jahr mit dem Moped hingefallen. Hat sich weh getan. Sonst hätte da auf dem SoB eines der ersten Das Paradies-Konzerte stattgefunden. Kann man ungehört buchen, hatten wir damals gedacht. Seither Das Paradies sehr, sehr viel gehört und wieder gebucht. Deutschsprachige Texte, wie „Kurven, [die] nur kurvige Ecken sind“, die man sonst höchstens noch bei Die Höchste Eisenbahn und Moritz Krämer bekommt (und die hat man auf diesem Festival ja bekanntlich auch ziemlich gern). Musikalisch ein federleicht groovender, stets wacher Indie-Pop-Minimalismus.

Das Paradies wird live von (Sir) Simon Frontzek und Rudi Maier (Burkini Beach) unterstützt. Drei der letzten echten Indie-Slacker-Rock’n’Roller. Selten um ein Achselzucken verlegen. Ein Habitus wie Sommelières auf einem Brauereirundgang mit anschließender Bierverkostung. Leute jedenfalls, die man in den Schwitzkasten nehmen möchte, weil sie so verdammt cool sind. Das Debütalbum „Goldene Zukunft“ wird dann gerade auf Grönland Records erschienen und zum Festival vermutlich noch feucht und warm sein. Immerhin aber erhältlich.