Ceschi (US)

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Wenn er sich sicher auch über ein freundliches, breit sächsisches „Hallo Zähschi!“ freut, korrekt ausgesprochen wird der Rapper aus Conneticut „Chess-key“. Ceschi macht progressiven HipHop, kollaboriert mit den besten seiner Zunft, etwa Sage Francis, Busdriver und Astronautalis, und greift – da wird es ziemlich besonders – aber auch gern mal zur Gitarre, um einen Folksong zu spielen. Das Ergebnis sind unfassbar energetische Performances - manchmal beginnt er ein Set brav mit der Gitarre auf einem Stuhl sitzend, irgendwann steht er darauf und endet schließlich draußen vor der Tür des Clubs mitten in der crowd, weil die Besucher einfach nicht genug kriegen konnten.

Er saß einmal ziemlich lang (und unschuldig) im Knast, er wurde mit nur vier Fingern an seiner rechten Hand geboren, hat so schöne Albumtitel wie „The One Man Band Broke Up“, betreibt sein eigenes, hervorragendes DIY-Plattenlabel, er rappt ziemlich irre Doubletime und singt danach eine melancholische Ballade. Mehr kann sich dieses kleine Festival eigentlich nicht wünschen, oder?

Ceschi “Forever 33″ from Shane McLellan on Vimeo.